Vor unserer Reise nach Pattaya informierte ich mich wo man dort Tees kaufen kann, da meine aufgebraucht waren und ich nicht auf dem Asia-Kurs welche kaufen wollte. Die gefielen mir einfach nicht.

Ich stieß auf die Website thaigerlinegolf.com und fand neben dem Shop auch das Angebot, einen Golfausflug zu buchen. Sehr übersichtlich konnte man dort erkennen, welche Clubs an welchem Tag angesteuert werden und zu welchem Preis. Für mich sprang sofort der Mountain Shadow Club mit 1800 Baht Greenfee positiv ins Auge. Auch Leihbags stehen über den Shop zur Verfügung.

Am Ankunftstag in Pattaya fuhr ich also gleich in den Shop, um mir persönlich einen Eindruck zu verschaffen. Der Besitzer war nicht da, doch seine Frau(?) konnte mir auf Englisch gut weiterhelfen. Ich buchte also den Ausflug für den übernächsten Tag. Ich solle etwas früher kommen, damit ich mir noch in Ruhe ein Leihbag aussuchen kann..

Am Mittwoch fand ich mich pünktlich ein und wurde vom Besitzer begrüßt. Es waren schon viele andere Teilnehmer dort, die mit einem früheren Shuttle losfahren würden. Der Inhaber wies auf die Leihbags und sagte, nimm eines von denen für 500 Baht, das reicht für Unsereins völlig. Die für 1000 Baht überging er – das machte ihn sofort sympathisch.

Nachdem ich alles ausgesucht hatte (auch meine neuen Tees), bezahlte ich und wurde vorsichtig ausgefragt, was ich hier mache, wie lange ich bleibe usw.

Wie sich rausstellte, ist der Besitzer schon über 22 Jahre in Pattaya und war vorher in Bangkok. Den Unico Grande Course kannte er auch.
Dann wurde ich einem Flight zugeordnet (Hans und Kurt) und auf ging es in den Shuttle Bus zu dem 50 Minuten entfernten Golfclub. Wie schon angekündigt, ist der Platz super, nur das Clubhaus am Verfallen. Das merkte man sofort, doch wir sind ja zum Golfspielen da..

Am Tee 1 stellten wir uns einander vor. Beides Senioren, Kurt aus der Schweiz und Hans aus Schweden. 15 und 48 Jahre Golferfahrung paarten sich mit meinen bescheidenen 1,5 Jahren 😞

Hans hatte mal ein einstelliges Handicap, jetzt ist es 16; Kurt findet Handicap blöd und verrät es nicht. Ich schweige und verrate nur meine 1,5 Jahre.

Am ersten Abschlag zücke ich erstmal das Holz 5, da wir ohne Warmspielen starten und ich die Schläger nicht kenne, erscheint mir das die beste Wahl. Keine gute Entscheidung, denn das Holz ist so flach, dass ich zu hoch aufgeteet hatte: Der Ball flog mehr weit als hoch! Also demnächst lieber doch den Driver. Die nächsten Eisenschläge waren nicht perfekt, aber auch nicht völlig daneben und neben meinen Mitstreitern musste ich mich nicht schämen.

Die nächsten Bahnen liefen alle recht gut: Lange Drives und das Holz 5 auf dem Fairway klappten super. Annäherungen waren so lala, da ich die Längen der Eisen nicht richtig einschätzen konnte. An manchem Par 5 lag ich mit dem zweiten Schlag schon dicht am Grün! Und dann verpatzte ich den dritten und notierte schon wieder ein Bogey. Das machte mich schon etwas ärgerlich, denn normalerweise kenn ich es genau umgekehrt!

Doch dann kamen die ersten Wasserhindernisse und schon war das schöne Spiel dahin. Mit den falschen Schlaglängen und mancher völlig überzogener Selbsteinschätzung versenkte ich insgesamt 5 Bälle. Auf einer Bahn sogar gleich 2. Wie sagt man so schön: Das kühlte mein Mütchen ganz schön 😉

Trotzdem bin ich mit meiner Leistung ganz zufrieden. Gerade die Drives hatten so gut wie keinen Slice und gegen Hans und Kurz musste ich mich nicht verstecken. Das Putten lief auch genial und mit den Flightpartnern machte es viel Spaß.

Anschließend duschte man und trank noch ein Bierchen im Clubhaus – wie schon gesagt, dieses ist nicht mehr so ansehnlich, aber es erfüllt seinen Zweck.

Am Empfang sah ich übrigens, dass ich als Gast mehr gezahlt hätte als über die gebuchte Tour von Thaigerline. Und da war ja noch der Transport dabei – ein super Paket also!

Die Bahnen erinnerten mich an die von zuhause im Sommer 2018: große Teile vertrocknet. Doch die Grüns und der Bereich herum war in gutem Zustand. Auch die Caddies waren lustig und verbreiteten eine gute Stimmung trotz der Sprachbarriere. Übrigens: Mindestens 200 Baht Trinkgeld nicht vergessen!