Mein erstes hole in one!


Es ist Winter und leider spielen wir in Deutschland dann häufig nur auf vorgelagerten Wintergrüns. Das bedeutet, dass die Grüns nur eine kleine kurz gemähte Rasenfläche sind mit einem Eimer-ähnlichen Loch. Damit steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit ein Hole in One zu schlagen, da das Loch deutlich größer ist. Allerdings ist der Rasen alles andere als eben und an einen spurtreuen Putt ist nicht zu denken!

Doch trotzdem oder gerade deshalb machte ich auf so einem Grün am 8.1.2022 ein Hole in One.

Es war ein Samstag, an dem ich eigentlich nur ein wenig auf der Driving Range üben wollte. Nach einer Stunde hatte ich keine Lust mehr. Da die Pitching-Area und das Putting-Green zum üben gesperrt waren, hab ich kurz entschlossen 9 Bahnen auf dem regulären 18 Loch Platz gespielt.

Auch hier waren Wintergrüns im Einsatz und der Boden vom Fairway erbärmlich feucht. Da ich mit den Eisen immer so meine Probleme habe, dachte ich mir „ok, diesmal nimmst du vom Fairway und Abschlag immer das Eisen 7“. Normalerweise spiele ich gern mein Hybrid, doch das kann ich gut. Also heute mal lernen..

Es lief von Bahn zu Bahn besser. Bei Entfernungen, für die ich nur noch Eisen 9 oder 8 benötigte, war die Präsision erstaunlich. Ich hatte sehr auf „erst Ball dann Boden“-Kontakt geachtet und mir ein Tee an den Ball gesteckt, um zu kontrollieren, wo das Divot entsteht. Das war sehr hilfreich.

Nachdem ich auf der letzten Bahn den Ball mit dem 9er-Eisen fast direkt reingeschlagen hätte, war ich hellwach und kein Stück müde. Es dämmerte schon, doch für die letzten 2 Bahnen vom Kurzplatz reichte die Zeit noch. Außerdem war das gleichzeitig der Weg zum Parkplatz.

Am Abschlag der Bahn 8 teete ich den Ball auf und nahm mein Eisen 8 (beim letzten Mal war mein Eisen 9 fürs Loch zu kurz – das hatte ich noch in Erinnerung). Es sind ca. 110 Meter zum Loch.

Beim Probeschwung und auch beim richtigen Schlag dachte ich wirklich an nichts. Ich war wie in einer Blase. Nachdem ich den Ball getroffen hatte, dachte ich nur „hmm, der war gut“. Ich folgte dem Ball; er ging richtig hoch in die Luft – deutlich steiler als sonst bei mir. Dann landete er etwa 1m von der Fahne entfernt, machte einen Satz nach vorn und verschwand im Loch. So meinte ich es jedenfalls gesehen zu haben. Da der Ball aber manchmal am Eimerrand hängen bleibt, wollte ich mich noch nicht wirklich freuen..

Ich schnappte mein Smartphone, stellte auf Filmmodus und auf gings zum Loch. Und siehe da, der Ball war drin!

Hattet Ihr schon mal ein hole in one (HIO)?

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