Der Eselspfad vom Golfclub Hohenhardter Hof ist ein 9-Loch – (Kurz-) Platz bei Wiesloch / Heidelberg und ist mein Heimat-Club. Um genau zu sein, bin ich auch Mitglied vom 18-Loch-Platz; zu dem komme ich in einem anderen Artikel.

3176 Meter kommen vom gelben Abschlag auf 9 Bahnen zusammen. Gerade die ersten 6 Bahnen sind für Anfänger optimal geeignet, um in den Sport hinein zu schnuppern. Alles Par-3-Bahnen mit erträglichen Weiten. Die längste Entfernung zum Grün sind ca. 215 Meter. Ansonsten hat man meistens nur 85 bis 150 Meter zu überbrücken. Doch deshalb ist der Kurs nicht einfacher, denn was an Länge fehlt, muss durch Konstanz bzw. gerade Schläge gutgemacht werden, sonst findet man sich schnell im Bunker, Wasserhindernis oder Aus wieder. Hanglagen und schmale Fairways runden das Schwierigkeitsprofil ab.

Im Gegensatz zu meinen anderen Platz-Berichten, schreibe ich auch im Detail über die Tücken jeder Bahn. Das trau ich mir zu, da ich diese ausreichend oft besucht habe 😉

Bahn 1 vom Eselspfad

Wenn man vom Parkplatz zur Driving Range geht, gelangt man zum ersten Abschlag, wenn man sich links davon hält und einen kurzen geschwungenen Weg nach oben geht. Wie schon geschrieben, haben wir fast nur PAR-3-Bahnen. Dazu zählt auch diese. Nur Bahn 7 und 9 sind PAR 4.

Die erste Bahn hat ca. 115 Meter Länge,  je nachdem wie die Fahne gesteckt ist. Sie sieht harmlos aus, doch ein leichtes Gefälle nach rechts, lässt den Ball schnell ins Aus gehen oder in den Bunker neben dem Grün landen. Besser ist es, den linken Rand anzuvisieren. Hier kann der Hang den Ball wieder ins Spiel bringen. Doch Achtung – zu weit links und wir sind wieder im Aus!

Wer mit 120 Meter-Schlägen kein Problem hat, wird an dieser Bahn gut punkten können bzw. ein Par schaffen.

Bahn 2

Jetzt wird es schon anspruchsvoller. 150 Meter müssen überbrückt werden und zudem befinden sich 4 Bunker um das Grün und einer auf dem Fairway. Eine Distanz von 150 Meter bei einer gefühlten Grün-Breite von ca. 15 Metern, lassen kaum Spielraum für Fehler. Da landet man schnell im Bunker. Sicherer ist es auf 120 Meter vorzulegen oder auf die Lieblingsdistanz zu reduzieren. Ich schlage gerne 75 Meter mit dem Pitching Wedge und halbem Schwung. Damit wäre ich sicher mit 2 Schlägen auf dem Grün..

Wem die Distanz keine Sorgen bereitet oder auch wer vorlegen will, sollte noch beachten, dass die Bahn gerne die Bälle nach rechts wegspringen lässt. Und dann sind sie meistens wirklich weg bzw. im Aus. Gerade im Sommer und trockenen Fairways rollen sie wie verrückt. Also lieber etwas links halten.

Bahn 3

Mit 85 Metern die kürzeste und leichteste. Aber Tücken hat sie trotzdem. Hier kommt es sehr auf die Ausrichtung an, denn die vielen Hänge und die tiefe Lage des Grüns, machen die Orientierung und Längeneinschätzung schwer. Meine Tipps: Wer seine Längen kennt, kann durchaus mit einem hohen Pitch gut landen, doch lieber die Mitte des Grüns anvisieren und nicht die Fahne (sofern sie am Rand gesteckt ist). Gerne springt der Ball sonst vom Grün ins Rough. Wer sich nicht sicher ist, spielt einen flachen Ball und lässt ihn den Hang hinunter rollen. Stichwort Bump and Run (stärker ausgeführt als im Video):

Weiter geht’s zur 4, wenn man rechts einen kleinen Weg nach unten nimmt. Dann über den Zebrastreifen und schon ist man da..

Bahn 4

Eine der schwereren Bahnen, da sich das Grün hinter Bäumen und einem Bunker versteckt. Zudem kommt noch eine Länge von 175 Metern. Mein Tipp: etwas links halten bzw. das Fairway gerade hinterspielen und dann mit Up and Down ein Par spielen 😉

Achtung: Rechts ist die Zufahrtsstraße zum Club und Aus!

Achtung 2: Wenn der Ball einen Mast oder die Leitung trifft, muss der Schlag wiederholt werden!

Der folgende Abschlag befindet sich dahinter – gehen Sie über die kleine Brücke und halten sich rechts.

Bahn 5

110 Meter, kein Bunker und kein Gefälle. Also die zweit-einfachste Bahn. Tipps kann man kaum geben. Bis auf: Lieber links das Grün verfehlen, dort ist aus dem Rough besser zu spielen. Rechts ist wenig Rasen und viel harte Erde. Und natürlich den Baum rechts ignorieren 🙂

Bahn 6

215 Meter vom Herren-Abschlag. Damen dürfen den kleinen Bach überschreiten und haben deutlich weniger Meter vor sich. Hier muss man(n) die Nerven bewahren: Der Ball muss durch eine kleine Schneise übers Wasser geschlagen werden. Zudem gibt es vor dem Grün noch einen Bunker und rechts und dahinter Wasser, was wenig Spielraum für einen Direktangriff lässt. Abgesehen davon kenne ich nur wenige Spieler, die hier überhaupt die erforderliche Länge abrufen können. Ich bin froh, wenn ich meine 175 Meter mit dem Driver schaffe. Ein Par zu spielen kommt sehr selten vor..

 

Bahn 7

Hier wird es schon anstrengender in vielerlei Hinsicht: Zuerst muss man einen kleinen Aufstieg machen (zum Abschlag 7 über eine kleine Brücke, den Fahrradweg entlang und dann einen kleinen Hügel hinauf) und dann hoch die Treppen zur Tee-Box.

Achtung: Wer seine Tasche unten abstellt – es gab schon Diebstähle!

Später muss man das Dog-Leg noch einen kleinen Berg hinauf – also Kräfte sparen und langsam machen.

Die Bahn 7 bereitet den meisten Spielern Kummer: Besonders der Herren-Abschlag liegt tief in einer grünen Schneise und man sieht nur eine schmale Spur zum Fairway. Rechts ist ein hohe Baumgruppe, die die Bälle geradezu magisch anzieht. Also locker bleiben und nicht zu viel wollen!

Am besten den Ball auf 170 Meter leicht links in den Knick bringen und von dort das Grün mit noch 120 Metern angreifen. Sofern die Theorie. Oben am Grün ist links Aus und rechts ein großer Bunker. Also Vorsicht und vielleicht eher das Grün hinten anspielen, welches übrigens sehr lang ist verglichen zu den anderen.

Beim Weg zum nächsten Abschlag bitte nicht irritieren lassen: Oben ist der 1. Abschlag vom 18-Loch-Platz. Am besten gehen Sie an der Hütte vorbei Richtung Übungsgrün. Hinter dem Grün (etwas bergab) finden Sie den Wegweiser zur 8.

Bahn 8

Persönlich die schlimmste Bahn für mich. Nur 160 Meter, doch der Weg dahin ist schmal. Rechts Wald mit viel Gestrüpp und Brennesseln, da will man den Ball gar nicht wieder finden. Links auch viel Grün, Bäume und Rough. Vor dem Grün eine Talsohle und links vom Grün zwei Bunker. Rechts davon ein Hang mit hohem Rough und Bäumen. Bleibt wenig Spielraum für Fehler.

Auch das Grün hat es in sich – es fällt stark von rechts nach links und macht es schwierig, das Break richtig zu lesen. 3 – 4 Putts sind hier keine Seltenheit bei schwächeren Spielern.

Meine Strategie ging letztes Jahr nicht auf: Mit dem Driver angreifen (und in Folge 8 Mal jeweils 2 Bälle in den rechten Wald geschickt). Zugegeben, vielleicht war es nicht ganz so schlimm, doch was 2018 super ging, ging 2019 gar nicht. Also lieber in die Talsohle vorlegen und mit einem Pitch aufs Grün – fertig.

Bahn 9

Meine Lieblingsbahn. 280 Meter, einigermaßen Fairway-Breite vorhanden und nur ein Bunker vor dem Grün. Wenn der Baum in 180 Metern nicht wäre, wäre es noch einfacher 😉

Meine Strategie: Ball rechts neben dem Baum oder später zur Ruhe kommen lassen und dann noch 100 Meter aufs Grün. Achtung links hinter dem Zaun ist Aus. Die Aus-Pfähle rechts sieht man, doch gerne verspringt der Ball auch noch nach einem vermeintlich gutem Schlag dahin..

19. Loch

Das ist nicht im Clubhaus, sondern seit 2018 der kleine Biergarten zum Adventure-Golf. Pause machen und den Tag genießen 🙂