Wie schon im Turnier-Bericht geschrieben, gaben die Bremsen meines alten Audis den Geist auf. Na gut, dachte ich mir, müssen halt neue Bremsschläuche dran und Bremsflüssigkeit aufgefüllt werden. Wird schon keine große Sache sein.

Doch meine Werkstatt sagte was anderes dazu: ABS-Block defekt. Austausch kostet mindestens 2000,- Euro, also mehr als mein Auto derzeit noch wert ist. Für 20,- Euro wurde es zumindestens so gefixt, dass ich damit wieder nach Hause fahren konnte. Doch weitere Strecken? Lieber nicht.

Und wie komm ich jetzt zum Golfplatz?

Meine Frau erklärte sich anfangs bereit, mir Ihren Wagen zu geben, doch nachdem meine Ausflüge immer länger wurden und der Innenraum immer schmutziger, musste eine Alternative her. Ein paar liebe Golffreunde nahmen mich sogar mit dem Auto mit, doch die Unabhängigkeit blieb damit natürlich auf der Strecke.

Meine Überlegung: Der Club ist nicht weit entfernt (ca. 7km), aber es liegt eine anständige Steigung dazwischen. Diese könnte ich als Trainingsstrecke mit dem Rennrad benutzen! Da ich nach 18 Loch immer noch ziemlich kaputt war, dachte ich mir durch diese zusätzliche Trainingseinheit fitter zu werden. Also mit dem Rad hin, Golf spielen und mit dem Rad wieder zurück.

Dass ich Anfang Juli mein erstes Turnier auf dem 18-Loch spielen wollte, gab mir noch zusätzliche Motivation.

Gedacht getan und eine Golfbox im Club angemietet. So konnte ich meine Golfsachen dort lassen und musste nichts mit dem Rennrad transportieren.

Zugegeben, in diesem heißen Sommer freiwillig noch Fahrrad zu fahren, war nicht immer spaßig. Doch meiner Kondition tat es ungemein gut.

Da ich diesen Zustand natürlich nicht immer haben wollte, bestellte ich einen Mini als Leasing-Fahrzeug für meine Firma. Allerdings gibt es 2-3 Monate Liefer-Wartezeit..

Nun also weiter fleißig trainieren, denn auf dem großen Platz will ich mich nicht blamieren!